Weiter eine dynamische Stadt

By | 29. April 2019

Franz Stahl gibt sich beim Blick auf die Haushaltslage der Stadt eher moderat. Er beurteilt das Volumen von fast 40 Millionen Euro als „passable Situation“. Und mit der seien die großen Zukunftsaufgabe zu schultern. Meint auch der Stadtrat.

Mit den vielen Projekten, die Bürgermeister und Stadtrat auf den Weg gebracht haben, werde Zukunftsvorsorge auf allen Ebenen betrieben, so Stahl in seinen Ausführungen zum Haushalt. Mit dem Gesamtvolumen von 39,9 Millionen Euro und einer Steigerung von 8,8 Prozent könne Tirschenreuth der Rolle einer "dynamischen Stadt" weiter gerecht werden.

Qualität steigt

Und in der derzeitigen konjunkturellen Lage müsse auch entsprechend investiert werden. Allein an Gewerbesteuer kalkuliere Tirschenreuth heuer mit rund elf Millionen Euro, dem höchsten Ansatz in der Finanzgeschichte der Stadt. "Wenn nicht jetzt, wann dann", gab Stahl deshalb als Devise aus. Dabei werde die Notwendigkeit der Ausgaben auch mit Blick auf eine nachhaltige Haushaltsführung stets auf den Prüfstand gestellt. In der Vergangenheit hätte Tirschenreuth schon große Projekte realisiert, wie Marktplatzsanierung, Gartenschau oder das neue Feuerwehrhaus. "Tirschenreuth wächst weiter und dies insbesondere an Qualität", versicherte Stahl. Dabei nannte er den Bau des vierten Kindergartens, den Start für das Rathaus II oder das Projekt "Zukunft Stadtgrün".

Geschichte neu belebt

Besonders stellte Stahl die Arbeiten am Studienstandort heraus, mit denen auch ein Stück Geschichte neu belebt werde. "Ein Teil des zerstörten Schlosses entsteht vor unseren Augen!" Seit 2002, so fasste Stahl zusammen, seien in der Stadt rund 115 Millionen Euro in Hoch- und Tiefbaumaßnahmen, Grunderwerbe und Investitionsförderungen gesteckt worden. Heuer sind für Hoch- und Tiefbau rund 10,3 Millionen Euro vorgesehen. Und erneut sei keine Netto-Neuverschuldung eingeplant. Im Vergleich zu 2002 seien die Schulden sogar um 3,7 Millionen Euro gesenkt worden. In 2019 würden die Schulden um weitere 1,5 auf 6,6 Millionen Euro reduziert. Zudem würde der Stadt über eine Investitionsrate von 2,3 Millionen Euro verfügen.

Die beeindruckenden Zahlen unterstreichen laut Stahl auch die wirtschaftliche Bedeutung der Stadt, die Wirtschaftszentrum Nr. 1 im Landkreis bleibe. Immerhin gebe es keine Kommune im Landkreis mit einem annähernd hohen Haushaltsvolumen. Das zeige sich auch bei der Kreisumlage mit rund 6,2 Millionen Euro. Tirschenreuth leiste damit 16,7 Prozent der gesamten Kreisumlage. Doch könnte der Ort als "verwaltungstechnisches und strukturpolitisches Zentrum" im Landkreis diesen Obolus dafür leisten. So sei die Zahl der Arbeitsplätze im Ort innerhalb von zehn Jahren von 3737 auf 4763 gestiegen. "Der Landkreis ohne Tirschenreuth, insbesondere bei der Kreisumlage, wäre wie Weißwurst ohne Senf!"…

Quelle und ganzer Text: https://www.onetz.de/oberpfalz/tirschenreuth/dynamische-stadt-id2706185.html