Regionalpreis für Architektur in Niederbayern und der Oberpfalz

By | 14. Juli 2019

Zum fünften Mal verlieh der Bund Deutscher Architekten (BDA) den Regionalpreis Niederbayern Oberpfalz (Regino). Die Einreichungen sind im Rahmen einer Wanderasusstellung derzeit im Tirschenreuther Museumsquartier (MQ) zu sehen.



Zwei Prämierungen gingen in den Landkreis Tirschenreuth. Für den Ausbau eines Wohnhauses in einer historischen Scheune in Kemnath wurde Karlheinz Beer ausgezeichnet. Die Jury meinte dazu unter anderem: „Der Ausbau eines Wohnhauses in einer historischen Scheune aus dem 19. Jahrhundert in Kemnath ist eine vorbildliche Umnutzung, die beispielhaft werden könnte.“

Mit einer Anerkennung für die Revitalisierung der Burg Falkenberg wurde das Büro Brückner & Brückner gewürdigt. „Wer vom neuen Tagungszentrum hinauf zur Burg blickt, kann nur staunen, wie selbstverständlich es hier gelungen ist, ein bauliches Ensemble aus dem Neubau und dem teils über tausendjährigen Bestand zu bilden“, so ein Auszug aus der Jurywertung. Die Preisverleihung war am 19. Oktober vergangenen Jahres im Landshuter Marstall. Dieser Architekturpreis wird alle drei Jahre an Architekten und Bauherren gemeinsam vergeben.

Er ist eine Auszeichnung für bemerkenswerte zeitgenössische Architektur und guten Städtebau in der Region. Die Ausstellung im MQ eröffneten der Vizepräsident der Architektenkammer und Preisträger Karlheinz Beer, der Vorsitzende des BDA Niederbayern/Oberpfalz, Jakob Oberpriller, mit Bürgermeister Franz Stahl und Peter Brückner.

56 Arbeiten

Letzterer erklärte, dass für den Wettbewerb 56 Arbeiten eingereicht worden waren, 27 aus der Oberpfalz und 29 aus Niederbayern. Die Tafeln, auf denen die Projekte beschrieben und bebildert sind, nehmen den gesamten Alois-Hörmann-Saal und den Pädagogikraum ein. Die Wanderausstellung war bereits in Landshut, Amberg, Regensburg, Pocking, Neumarkt, Rottal am Inn und Straubing zu sehen. Nach Tirschenreuth geht sie nach Neustadt/WN.

"Für uns Architekten ist es stets wichtig, Baukultur in die breite Öffentlichkeit zu tragen", sagte Brückner. Die Präsentation zeige, dass gute Architektur nicht nur in Großstädten stattfinde. Brückner kehrte nach dem Studium vor 30 Jahren nach Tirschenreuth zurück und ist davon überzeugt. Gerade hier gebe es die Bauherren, die einem Möglichkeiten für kreative Umsetzungen böten, um gemeinsam Dinge neu denken zu können.

Auch bei vielen Politikern stoße man hier auf offene Ohren. Diese mutigen Politiker seien hier ab und an zu finden. Was alle Arbeiten verbinde, sei das Streben nach Qualität – ein entscheidendes Kriterium für den Erfolg. Die Städtebauförderung lobte der Architekt als eine Genehmigungsbehörde, die definitiv dafür sorge, dass aus vorhandenen Defiziten riesige Potenziale entstünden. Franz Stahl sei einer dieser mutigen Politiker, die es brauche, um weiterzukommen.

Initialzündung

Dieser erklärte, wie sich Tirschenreuth vor 18 Jahren aufgemacht und zusammen mit Experten ein handfestes Entwicklungskonzept ausgearbeitet hat. Dies sei der Startschuss für einen umfassenden Umbau gewesen. Stadtgestaltung sei für ihn längst zum Hobby geworden "und Peter Brückner ist mir ein guter Lehrmeister gewesen", sagte der Sprecher. Dabei seien Stadtentwicklung und Planung keine 100-Meter-Läufe, sondern Marathons.

Stahl erinnerte, dass Tirschenreuth in den vergangenen Jahren rund 130 Millionen Euro in die Infrastruktur investiert habe – "ohne Neuverschuldung", wie er stolz betonte. Initialzündung sei die Marktplatzneugestaltung gewesen, eng verknüpft mit der Vergabe der Gartenschau 2013. Per Entscheid hätten die Bürger die notwendigen Maßnahmen mitgetragen. Tirschenreuth sei aus dem Dornröschenschlaf erwacht. Viele Projekte trügen die Handschrift von Brückner & Brückner, wie das Feuerwehrgerätehaus oder die Fronveste. Aber auch der andere 

Regionalpreis für Architektur in Niederbayern und der Oberpfalz | Onetz

 



Preisträger Karlheinz Beer habe mit der neuen Polizeiinspektion seine professionelle Visitenkarte in Tirschenreuth hinterlassen.

Jakob Oberpriller erklärte, dass zum Wettbewerb realisierte städtebauliche Planungen, Bauwerke und Innenausbauten, die seit Januar 2013 innerhalb der beiden Regierungsbezirke fertiggestellt worden waren, eingereicht werden konnten. Der Sprecher lobte das qualitativ hohe Niveau der Beiträge. Besonders interessant seien die Beispiele, bei denen mit historischem Erbe in Umgebung oder Bausubstanz sensibel umgegangen wurde. Vor allem das habe die hochkarätige, international besetzte Jury beeindruckt, als sie am 25. und 26. Juni vergangenen Jahres ihre Entscheidungen traf…

Quelle und ganzer Text: https://www.onetz.de/oberpfalz/tirschenreuth/regionalpreis-fuer-architektur-niederbayern-oberpfalz-id2788159.html