Neubau für Tagesbetreuung

By | 3. März 2019

Die Folgenutzung des ehemaligen Braunschläger-Anwesens in der Dammstraße ist keine leichte Aufgabe. Jetzt soll dort eine Tagesbetreuung entstehen. Dafür billigt der Stadtrat den Abbruch des Altbaus.

Im Zuge der Gartenschau hatte die Stadt vor Jahren das Gebäude an der Dammstraße gekauft. Zu den späteren Ideen gehörte an der Stelle auch ein Zugang zum Fischhofpark. Aus der Verbindung wird es nichts, aber der Abbruch kommt. Denn das Rote Kreuz hat bei einer Untersuchung als möglichen Standort für eine Senioren-Tagesbetreuung die Kreisstadt ermittelt.

In einer Machbarkeitsstudie hat das Architekturbüro Brückner & Brückner das Areal für diese Nutzung unter die Lupe genommen. Die schlechte Gebäudesubstanz erfordere einen Abbruch des alten Hauses, machte Peter Brückner die Notwendigkeit eines Ersatzbaus klar. Vorteil des Standortes sei die direkte Anbindung an den Fischhofpark, deshalb sehen die ersten Pläne auch einen Gartenbereich sowie eine Terrasse vor. Der Neubau würde von den Ausmaßen in etwa dem vorhandenen Gebäude entsprechen, eine Zufahrt sei auch von der Rückseite vorstellbar. Die ersten Pläne sehen in dem Gebäude unter anderem Aufenthaltsräume, einen gemeinsamen Küchenbereich sowie Ruheräume vor. Ausgelegt wäre die Betreuungseinrichtung für bis zu 15 Personen. Nach den derzeitigen Vorstellungen würde die Stadt als Bauherr auftreten und das Gebäude dann an das Rote Kreuz vermieten.

Städtebaulicher Gewinn

"Wir müssen froh sein, wenn wir den Anblick verbessern können", begrüßte Peter Gold (CSU) das Vorhaben. "Das ist ein städtebaulicher Gewinn", urteilte Gold. Manfred Zandt (Freie Wähler) sorgte sich wegen der verstärkten Nutzung des rückwärtigen Zufahrtsweges. Der Belag sollte dann verbessert werden, regte Zandt an. Zustimmung kam auch von Paulus Mehler (CSU), der in dem Projekt einen weiteren Baustein des Stadtumbaukonzeptes sah. Bürgermeister Franz Stahl teilte zum Zeitplan mit, dass dieses Vorhaben in die Förderschiene von 2019 bis 2021 aufgenommen würde. In dem Beschluss begrüßte der Stadtrat einstimmig das Vorhaben. Vor der Einleitung weiterer Planungsschritte müsste mit dem künftigen Betreiber ein Vorvertrag abgeschlossen werden. Zudem sollten weitere Abstimmungen mit der Regierung der Oberpfalz erfolgen.

Bei der Stadtratssitzung am vergangenen Montag durfte dann Zweiter Bürgermeister Peter Gold kurzfristig den Vorsitz übernehmen. Bei der Abstimmung über den Betreiber des neuen Kindergartens war Franz Stahl in seiner Funktion als Kreisvorsitzender des Roten Kreuzes zu sehr involviert. Für den Betrieb des neuen Kindergartens an der Altstadt hatten sich vier Kandidaten gemeldet: Rotes Kreuz, Malteser, Caritas und Johanniter. Eine Auswahlkommission hatte sich in der vergangenen Woche (wir berichteten) für das Rote Kreuz entschieden. Dieser Vorgabe folgte am Montag auch der Stadtrat. …

Quelle und ganzer Text: https://www.onetz.de/oberpfalz/tirschenreuth/neubau-fuer-tagesbetreuung-id2648724.html