Qualität bauen

By | 27. Januar 2019

Der „Motor“ der Kreisstadt läuft weiter auf Hochtouren. Franz Stahl ist im 17. Jahr seiner Amtszeit kein bisschen müde. Und das ist gut so, angesichts der vielen anstehenden Veränderungen.

Spektakuläre Neubauten, richtungsweisende Sanierungen und schon ein erster Blick ins Wahljahr 2020 sind im Interview mit Bürgermeister Franz Stahl große Themen. Und gerade im Bausektor werden in diesem Jahr hohe Hürden genommen.

ONETZ: Nach fast zweijähriger Bauzeit steht der Feuerwehr heuer der Umzug ins neue Domizil ins Haus. Wie sieht hier der Zeitplan aus?

Die Feuerwehr zieht offiziell am Wochenende, 3./4. Mai, um, mit Einweihung und Tag der offenen Tür mit Aktivitäten. Natürlich sind die Gerätschaften dann schon drin. Die Maßnahme ist eine der größten Baustellen der vergangenen Jahre. Zu den knapp 6,2 Millionen Euro an Investitionen hat es gerade mal 800 000 Euro an Förderung gegeben. Doch wir wollten von Anfang an keine schnöde Garagenhalle, sondern Qualität bauen. Das soll auch eine Wertschätzung der Feuerwehr sein.

ONETZ: Im Anschluss soll eine neue Heimat für den Bauhof und die Stadtwerke geschaffen werden. Wie sehen hier die Pläne aus?

Stadtwerke und Bauhof miteinander werden neben der neuen Feuerwehr kaum Platz haben. Es würde für den Bauhof reichen. Doch wir wollen beide Einrichtungen neu unterbringen. Da suchen wir aktuell einen Platz und haben auch schon ein Areal im Auge. Ist eine gemeinsame Lösung nicht machbar, kann man das jederzeit auch teilen. Aktuell wird eine Flächenbedarfsermittlung vorgenommen.

ONETZ: Hat Franz Stahl schon Visionen über die künftige Nutzung der frei werdenden Bauhof-Fläche?

Da brauchen wir eine städtebauliche Rahmenplanung für ein größeres Umfeld. Vorstellbar ist vieles: Wohnbebauung, gewerbliche und kommunale Nutzung oder auch ein Park. Das wird spannend, denn das Areal ist ein "Filetstück" innerhalb der Altstadt. Die Bücherei bleibt an dem Standort auf jeden Fall erhalten.

ONETZ: Gibt es Pläne für die Nutzung des alten Areals der Feuerwehr?

Das werden wir so schnell wie möglich frei machen, also die Gebäude werden abgebrochen. Auf Anraten der Städtebauförderung wird ein Entwurfskonzept erstellt, denn wir bekommen auch Fördermittel. Auf jeden Fall werden Flächen für die Schule freigehalten. Vorgesehen sind auch Parkplätze. Die brauchen wir in der Altstadt, aber auch für die künftigen Besucher der Kletterhalle.

ONETZ: Weiteres Großereignis wird heuer die Fertigstellung des OTH-Lernstandorts in der alten Polizei sein. Was bedeutet das für die Stadt?

Das ist eine enorme Aufwertung im bildungstechnischen Bereich. Wir sind Wissenschaftsstandort. Und aus dem kleinen Pflänzchen kann ja noch vieles werden. Aktuell haben wir im dritten Studiengang Soziale Arbeit 30 Leute. Und ab Frühjahr 2020 kommt der berufsbegleitende Studiengang Wirtschaftsingenieure dazu. Und auch die Geoinformatiker absolvieren in Tirschenreuth den praktischen Teil.
Der Abschluss des Umbaus der alten Polizei wird natürlich auch gefeiert, inklusive Tag der offenen Tür. Das Gebäude hat viel Charme und wird toll gestaltet. Da bin ich schon stolz darauf, dass ich diese Studiengänge nach Tirschenreuth holen konnte.

ONETZ: Im Bereich "Bildung" ist Tirschenreuth nicht kleinlich. Neben dem Neubau des Kindergartens soll sich an der Mittelschule etwas tun?

Wir müssen Plätze für die Jüngsten schaffen. Der vierte Kindergarten soll bis Ende August 2020 fertig werden. Besonders freut mich, dass wir den Kindergarten in die Altstadt setzen können. Bei der Mittelschule wird schon durch den Architekten geplant. Erster Schritt ist der Neubau der Turnhalle. Da könnte es schon im Herbst losgehen. Die erste Maßnahme liegt bei 3,8 Millionen Euro, doch wir bekommen 2,1, Millionen Euro Förderung. Damit stärken wir den Standort, denn die Mittelschulen werden sich auf wenige Standorte im Landkreis konzentrieren. Und wir sind dann gerüstet.

ONETZ: Steht beim "alten" Rathaus heuer auch ein kleines Fest zur Einweihung des Anbaus im Raum?

Das ist die dritte Maßnahme, die heuer fertig wird. Vielleicht noch vor den Sommerferien. Natürlich gibt es auch einen offiziellen Termin.

ONETZ: Das "Rathaus II" gehört zu den nächsten Großprojekten. Was wird heuer noch erfolgen?

Da bringen wir Leben in die Innenstadt. Was mir Spaß macht ist die Tatsache, dass wir die alte Gebäudestruktur des Ruffing-Anwesens erhalten und was Neues dazu bauen. Heuer wird der hintere Teil abgebrochen.

ONETZ: Baumaschinen sind auch in diesem Jahr im Stadtbild keine Exoten. Welche markanten Projekte werden weiter das Ortsbild verändern?

Der Umbau des Hösl-Anwesens soll heuer noch fertig werden. Für die Wohnungen liegen bereits viele Bewerbungen vor. Los geht's heuer auch mit dem Projekt "Zukunft Stadtgrün"' und zwar gleich mit zwei von drei Abschnitten, dem Umbau des Platzes La Ville du Bois und der Teicherweiterung. Da wird man auch eine Fläche zum Schlittschuhlaufen einrichten. Erfreulich, wir bekommen eine hohe Förderung. Mit all den Maßnahmen bekommen wir Qualität in die Altstadt….

Quelle Bild und ganzer Text: https://www.onetz.de/oberpfalz/tirschenreuth/qualitaet-bauen-id2615299.html