Treppen und Fontäne

By | 2. April 2018

Bei der Bewerbung für die Gartenschau 2022 ist der „Grüne Ring“ um die Altstadt schon aufgeblüht. Die Niederlage wird die Stadt nicht aufhalten, ihr Vorhaben dennoch zu verwirklichen.

Tirschenreuth. (ws) Bei der Stadtratssitzung am Mittwoch konnte Bürgermeister Franz Stahl den ersten Bauabschnitt eines Konzeptes präsentieren, das schon in den Plänen für die Gartenschaubewerbung einen interessanten Ausblick gegeben hat. Mit der Umgestaltung des Platzes La Ville du Bois, der Sanierung der Franz-Böhm-Gasse und einer Aufwertung des Fußwegs am südlichen Teil des kleinen Stadtteiches macht die Ortsentwicklung einen weiteren großen Schritt.

 

Mehrere Abschnitte

Passieren soll dies in mehreren Abschnitten. Insgesamt sieht das Projekt Kosten von 1,82 Millionen Euro vor, zu denen man aber eine hohe Förderung erwartet. Als nächste Maßnahme sollen die Zuschussanträge gestellt werden. Von der Zusage und weiteren Gesprächen mit den Fachbehörden hängt auch der Baubeginn ab. Immerhin sollen im neuen Haushalt schon mal 400 000 Euro vorgesehen werden, beschloss der Stadtrat einstimmig. Landschaftsarchitektin Elisa Scheibl vom Büro NRT durfte dem Gremium die Pläne für den nächsten Schritt der Stadtentwicklung vorstellen. In vier Bereiche würde sich das Projekt aufteilen, von denen sich die Franz-Böhm-Gasse gerade bei der Förderung abhebe, wusste Bürgermeister Stahl. Hier erwarte man Mittel aus dem Finanzausgleich, während die weiteren Teile über das Programm „Zukunft Stadtgrün“ unterstützt würden. Und gerade bei der Förderung baute Stahl auf eine Zusage nach der „Niederlage“ nach der Gartenschaubewerbung. Damals hatte die frühere Umweltministerin Ulrike Scharf einen erhöhten Fördersatz versprochen, sollte Tirschenreuth die Vorhaben dennoch umsetzen. Jetzt hoffte Stahl, dass Nachfolger Dr. Marcel Huber dieses Wort halten wird. Damit könnte der übliche Fördersatz von 60 Prozent aus der Städtebauförderung deutlich steigen. „Wir rechnen mit 60 plus x“, gab sich Stahl optimistisch.

In dem Plan zeigt sich der Platz La Ville du Bois völlig umgestaltet. So verschwindet die Mauer zum Mühlbach, zu dem eine Treppenanlage hinunterführen soll. Der Gehweg wird von der Straße abgerückt und auf das Gelände gelegt. Eine Pergola mit Lärmschutzwand und Bepflanzung schafft ebenfalls Distanz zur Fahrbahn. Von der Franz-Böhm-Gasse führt ein Gehweg hinunter zum Bach. Markant ist auch die Aufweitung des Gewässers. Bei der Franz- Böhm-Gasse kommt der für die Altstadt typische Belag zu Einsatz. Die Brücke über den Mühlbach wird erneuert. Der Weg Richtung Teich und auch der Bachlauf werden etwas geschwungener ausgeführt. Am Stadtteich entsteht am Weg eine Pergola mit Sitzbereich und Uferbefestigung. Im Teich selbst ist eine Fontäne vorgesehen, die Insel soll verschwinden.

 

Beginn erst 2019

Bürgermeister Franz Stahl stellte heraus, dass durch das Büro NRT bereits die Bewerbung für die Gartenschau 2022 ausgearbeitet wurde. Die Architekten aus den Landkreis Freising würden die Philosophie der Stadt kennen. Elisa Scheibl schlüsselte die Kosten für das Gesamtvorhaben auf. So entfallen auf den Platz La Ville du Bois 630 00 Euro, auf die Franz-Böhm-Gasse mit Brücke 650 000 Euro, auf den Weg am Mühlbach 170 000 Euro und auf den Bereich am Teich 375 000 Euro. Paulus Mehler (CSU war begeistert von den Planungen. „Wie schnell ist das machbar“, wollte er wissen. Die Architektin verwies auf nötige Gespräche mit den Behörden, etwa für die Umweltprüfung. Ein genauer Zeitpunkt könne deshalb noch nicht genannt werden. Realistisch wäre wohl ein Beginn im kommenden Jahr. Bei der Umsetzung verwies Stahl darauf, dass die Maßnahmen im Bereich der Franz-Böhm-Gasse auf jeden Fall gemacht werden müssen. Beim Zeitplan hatte Stahl seine eigenen Vorstellungen:

Bevor in Freyung der Schlüssel der Schlüssel zur Gartenschau 2022 umgedreht wird, haben wir schon die Hälfte unserer Vorhaben umgesetzt.